Wochenende

Ein langes Wochenende ist zu Pfingsten.
Es stört niemand im geringsten,

daß sie alle stundenlang im Auto sitzen,
kilometerlang im Stau sie schwitzen,

bei der Fahrt retour,
hoffnungslos verstopfte Straßen nur,

anstatt in der “Bahn” sich anzulehnen.
Die sollen doch die and’ren nehmen!

A G’frett

Letztn’s sitz i vur da Kist’n,
und siech a lange List’n,

von an Tierheim draus’d am Land,
lauta arme Viecherln, so a Schand,

und schon bin i drin in mein G’wand,

Weil, braucht wird a neiches Herr’l,
also hol i ma an so an Kerl,

a Mau, a Wurt
und sofurt – fahr i furt

Hinaus – in die Provinze

und such ma aus – so a arme Laus,

und später dann auf d’Nacht,
am Anfang hab i g’lacht,
hab i ‘s angschaut in voller Pracht,

und hab’s g’setzt auf mei Bett,
des was heute is mei Gfrett,

und jetzt muaß i biassn,
a Katz hab i ma nehme miaßn,

des geht schon an in aller fruha,
meine Aug’n san no halbert zua,

s’ is no finster und no kalt,
mit den Viech wir i ned alt,

auf meiner Wampm is sie g’sessen,
und hat g’woat auf’s Fress’n,

hab ihr was geb’n, und fois,
weil sie frist ja ned grad oi’s,

dann deaf di des ned störn,
des wird bei de Katzen halt so ghörn,

sie is lästig und sekant,
hängt ob’n am Vorhang und am Gwand,

kräut aufe wo’s ned soll,
des Kist’l des is dauernd voll,

schmiert umadum um meine Hax’n,
bis i endlich reis a Krax’n,

und so geht’ den ganzen Tag,
sie is und bleibt a Plag’,

hund’s miad leg i mi in’s Bett,
so a Viech is scho’ a G’frett,

mittlerweile tuat’s mi nimma stean,
eigantlich, hab i’s scho’ recht gern.

Zahnweh

I hab an schlecht’n Zahn
und tua mi net zum Zahnarzt traun

mia tuat der Kiefla weh i kann net beißn
i mechat ma den ganzen Pluza abareißn

also was bleibt ma anders über
i hoff i trau mi drüber

nimm a Schnur und a Gwicht
und reißeam selber aus n’ Gsicht

no besser is – mein Gott bin i wiff
i nimm von Nachbarn seiner Tüa den Griff

flinker Hirsch wia i bin
renn i zu mein Nachbarn hin

bind de Schnur auf de Tüa und um mein Zahn
dann klopf i bei eam an

doch manchmal glaub i das i hamlich sauf
weil de Tüa de geht nach außen auf

1:0 für des Gebiß
i geh net zum Dokta des is g’wiß

auf zur zweiten Runde
weil der Zahn ist noch im Munde

aber i las mi net sekiern
wer mi selber operieren

und zum narkotisier’n
schitt i ma an Scnaps ins Hirn

als erstas richt i her
a Zangl Pflasterl und a Scher’

irgendwos zum betäuben
a Schnops – es wiad nix andas überbleiben

ohne vül umadum
hau i mi ins Dilirium

mit Kurasch schnapp i de Zangan
schiab mas hinta d’ Wangan

Halt i tua do no was gspian
und schitt ma no mea Alk ins Hirn

noch ana weil da hätt i kena wett’n
schlaf i natirlich ein in meina Fettn

wir i munta in da fruha
no immer komplett zua

es woa so ca zehne dreiß’g
do hob i’s endlich g’neist

i bin a muadsdrum Wedl
und daß nebm mein bledn Schädl

er nicht gelungen is
der heißersehnte Riß

und der Zahn no imma in mein Kiefa is.

Moral der Geschicht
reiß deine Zähne selber nicht

geh zum Bapmschloßer loß daß reißen
weil ollas ondare is eh zum………….

………vergessen.

Ehe

Die der Kraft der Verbindung diese Stranges
wiegt euch wie schwebend in der Luft.
In des ehelichen Reiches wohligen Klanges
steigt ihr auf wie ein süßlicher Duft.
Steigt, und ab ihr hebt!
In Frieden und in Liebe ihr schwebt.
Das sei die Freude die diese Vebindung bedeute,
so sei Friede, Freude und Liebe euer Hochzeit Geläute.

Neujahrswunsch

Stetig sollten wir dran denken,
wohin wir uns’re Schritte lenken,

denn, schmal ist er, der Steg,
auf dem wir folgen uns’rem Weg,

wenn die Welt, die rundherum, auch bunter,
steig nicht zur Seite, dann fällst Du auch nicht runter.

Weihnachtswunsch

Heilig Abend ist ein Tag,
der uns zu vermitteln mag,

begraben sie der Krieg,
denn in der Liebe steckt der Sieg,

fühle wohl wovon die Luft erfüllt,
die uns alle gleich umhüllt.

Mitten im Leben

Es sehrwohl an einem zehrt,
wenn die Zeit unbekümmert nagt,

obgleich du dich dagegen wehrst
auch wenn man “wehe, wehe” klagt!

Silber beginnt das Haar zu schimmern!
Obwohl die Rundungen noch straff –

da hilft kein wimmern –
wird zögerlich der Körper schlaff.

Du kniest dich nieder
und spürst es jeh im Rücken,

es schmerzen dich die Glieder.
Mühsam wird das bücken!

Am Abend – bieder
kann nichts dich locken,

bettest früh dich nieder
mit warmen woll’nen Socken.

So stellt sich’s dar – das Alter.
Dagegen wächst kein Kraut.

Doch legst du um im Kopf den Schalter
ganz anders es sich schaut!

Wand’re nun dem Tag entgegen –
kaum gebrechlich; doch geschwind;

Tatenkräftig und verwegen;
Eigentlich als halbes Kind!

So wirst du haben
an allen Tagen reichlich “Pfeffer”!

Und nebst aller guten Gaben
viele gute “Treffer!”

30ter Geburtstag

Es sehrwohl an einem zehrt
der Zahn der Zeit der nagt
obgleich du dich dagegen wehrst
auch wenn man „wehe, wehe“ klagt!

Wenn’s Haar auch noch nicht silbrig ist
und auch die Rundungen noch straff,
immer öfter du etwas vergisst
wird zögerlich der Körper schlaff

Du kniest dich nieder
spürst es jeh im Rücken
es schmerzen dich die Glieder
mühsam wird das bücken

Am Abend – bieder
kann nichts dich locken
bettest früh dich nieder
mit warmen woll’nen Socken

Du hingegen
kaum gebrechlich; doch geschwind;
knusprig und verwegen
eigentlich – ein halbes Kind!

So sollst du haben
im Leben reichlich „Pfeffer“!
Und nebst aller guten Gaben
auch den richt’gen „Treffer!“

Zum Geburtstag

Gemächlich aber fit
geht die Zeit, Schritt für Schritt,

Eh ich mich versah,
kam ins Land ein neues Jahr.

Wie auch ganz bewusst
dieser ganz besond’re Tag im August.

Lang ich schon mir denk’,
was ich Dir wohl heuer schenk’,

Es war wirklich schwer,
was denn wohl das richt’ge wär’.

An allen Orten
lauscht ich Deinen Worten,

hing an Deinen Lippen,
um auf das Richtige zu tippen.

Dann, zu später Stund’
kam der Wunsch aus Deinem Mund!

Du willst kurz entflieh’n,
um Dich der Decke zu entzieh’n,

die wie das Schwert des Damokles,
Dich bedroht mit Frust und Stress.

Es ist unser Status quo,
kannst nicht handeln frei und froh –
Das ich versteh’, gehts mir doch ebenso!

Deshalb möcht’ ich Dir ’ne Reise schenken,
um Dich ein wenig abzulenken.

Nimm’s, fahr hin, und genieß’
Du räts’t es kaum – ab gehts nach Paris!

Am End’ hab ich noch eine Bitt’
Nimmst mich mit?

Alles Gute

Zu Deinem heut’gen Tag,
ich Dir gratulieren mag,

ich wünsche Dir das aller aller Beste,
zu diesem, Deinem Feste,

viel Glück und Segen,
mehr Sonne denn Regen,

ein sorgenfreies, langes Leben,
und Unbeschwertheit sei Dir gegeben,

und von oben soll werden, Gesundheit und Freud’
satt und ergiebig über Dich gestreut.