Nähe zur Zukunft

Unter einen Sturz gestellt,
in mir ein Drang erschwellt,

darauß zu fliehen,
meines Weg’s zu ziehen.

Auch wenn ich manchen Tag,
mich befreien mag,

bin ich einfach, bin ich und bieder,
kehre immer wieder,

suche Deine Nähe,
in der ich meine Zukunft sehe.

Freude auf Wiederkehr

Was wär’ mein Leben,
würd’ es Dich nicht geben,

was hätt’ ich sonst im Sinn,
wenn ich nicht bei Dir bin,

vieles wäre fad und leer,
deshalb freu’ ich mich um so mehr,

Dich wieder zu sehen,
Dir entgegen zu gehen,

Dich wieder zu berühren,
Dich an mir zu spüren,

dem strebe ich entgegen,
auf allen meinen Wegen,

manches mal gibt’s mir ‘nen Stich,
ich glaub – ich liebe Dich.

Analogie

Nicht die Akustik in der Oper, ob Parkett, ob 1. Rang,
kein Tenor der mit tiefer Stimme sang,
keine Melodie die jeh an meine Ohren drang,
ist zu vergleichen mit Deiner Stimme Klang.

Die alten Meister malten gut und viel,
mit Farbenpracht und Stil,
jedoch keiner hat erreicht das Ziel,
zu malen wie gezeichnet Dein Profil.

Hervorgebracht hat Vorzeit und Geschichte,
Künstler und Poeten, schrieben Lieder und Gedichte,
doch keiner führt’ mit Worten aus der Dunkelheit zum Lichte,
welch’ Freude strahlt, aus Deinen lieblichem Gesichte.

Auch ohne längeren Prolog,
fand nichts das analog,
zu dem, das mich zu Dir hinzog,
Dich in meine Arme wog.

Mag Dich

Es ist ein ganzer Strom an Gedanken,
die sich um mein Denkvermögen ranken,

die es durchwachsen und es umringen,
mich immer wieder zu dem Einem bringen,

hoffe, bin nicht zu vermessen,
hab’ Dich lieb, mag Dich fressen.

Strahlend

Ist es die Morgensonne,
die die größ’re Wonne,

oder ist’s das Lächeln, das ich von Dir empfangen,
hab’s sofort in meinem Herz gefangen,

und läßt es gleich viel höher schlagen,
so brauch’ ich nicht viel fragen,

obschon ich möcht der Sonne Strahlen wissen,
Deines möchte ich auf keine Fall vermissen.

Gekränkt

Du hast Deinen Kopf auf meiner Schulter liegen,
kannst Deine Tränen nicht besiegen,

weil ich Dich verletzt,
hast Du mit Tränen mich benetzt,

und ich hab’ den Schmerz verspürt,
der Dich im Herz berührt’,

bin viel zu viel in mich gekehrt,
hab’ Freude Dir damit verwehrt,

und kann gut versteh’n,
was Du in mir geseh’n,

kann’s Dir auch nicht verdenken,
aber bitte glaube mir, ich wollte Dich nicht kränken.

Spürbar

Der Sonne erste Strahlen treffen mein Gesicht,
des Winter’s Eis und Frost zerbricht,

Vöglein frohen Mutes singen,
sind Boten die den Frühling bringen,

abgelöst wird rauher Reif vom morgendlichem Tau,
die Luft wird spürbar sanft und lau,

es zieht in’s Land der Lenz im März,
es pulsiert und klopft so manches junge Herz,

es sprießen Knospen unberührt und frische Triebe,
‘s ist die schönste Zeit, ‘s ist die Zeit der Liebe.

Verbunden

Wir sind getrennt und doch so nah,
eine geist’ge Brücke, sie ist da,
wie meine Liebe, echt und wahr,
die Du, zu meiner Freud’, erwiderst gar.

Eins anstatt Keinem

Einen Mann gesucht,
nicht gefunden und geflucht,
im ander’n Zimmer noch versucht,

kam ins Stübchen,
fand kein Bübchen,
sah Dein Grübchen,

so ein fesches Mädl,
würdevoll und edel,
gehst mir nicht mehr aus’n Schäd’l.

Ist’s ein Traum?

Unfaßbar ist’s, – als wär’s ein Traum
– als hing die Welt an einem Apfelbaum
– als wär’ der Ozean nur Seifenschaum,
unbegreiflich wie der Welt’n Raum,
unbeschreiblich ist’s, ich glaub es kaum,
Ich bin Dein und Du bist mein, es ist kein Traum.